Der Flughafen Tunis (TUN), offiziell Aéroport de Tunis-Carthage, ist der größte Flughafen Tunesiens und die Heimatbasis von Tunisair, Tunisair Express und Nouvelair. 2024 nutzten ihn 7.249.701 Passagiere, so viele wie nie zuvor. Er liegt rund 8 Kilometer nordöstlich der Innenstadt von Tunis am Rand des Lac de Tunis, von hier erreichst du das Zentrum, die Vororte La Goulette und La Marsa sowie die Ausgrabungen von Karthago.
Betrieben wird er von der tunesischen Luftfahrtbehörde OACA, deren Hauptsitz auf dem Flughafengelände liegt. Anders als Djerba oder Monastir ist Tunis kein reiner Ferienflughafen: neben dem Urlaubsverkehr laufen hier Geschäftsreisen, Inlandsflüge und die Verbindungen nach Libyen, in die Golfstaaten und nach Westafrika. Der IATA-Code ist TUN, der ICAO-Code DTTA. Auf Französisch und in vielen Buchungssystemen heißt er Tunis-Carthage, benannt nach der antiken Stadt Karthago östlich des Flughafens.
Wie groß ist der Flughafen Tunis?
Tunis-Carthage ist mit Abstand der größte Flughafen des Landes. 2024 zählte die OACA hier 58.690 Flugbewegungen, 4,7 Prozent mehr als im Jahr davor, und 7.249.701 Passagiere. Das war der höchste Wert in der Geschichte des Flughafens.
Zwei Start- und Landebahnen teilen sich das Gelände von 820 Hektar. Die längere trägt die Kennung 01/19 und misst 3.200 Meter, die zweite mit der Kennung 11/29 ist 2.840 Meter lang, beide sind 45 Meter breit. Der Flughafen wird zivil und militärisch genutzt.
Zum Vergleich: alle von der OACA betriebenen Flughäfen Tunesiens kamen 2024 zusammen auf 9.646.949 Passagiere, ein Plus von 9,4 Prozent. Rund drei Viertel davon entfielen auf Tunis. Monastir und Enfidha tauchen in dieser Statistik nicht auf, weil sie von einem anderen Betreiber geführt werden.
Welche Terminals hat der Flughafen Tunis?
Der Linienverkehr läuft komplett über das Hauptterminal. Es ist auf zwei Ebenen angelegt: Abflug und Check-in oben, Ankunft und Gepäckausgabe unten. Ein zweites Gebäude wurde 2006 für Charterflüge eröffnet.
Für dich als Fluggast heißt das: in der Flugtabelle auf dieser Seite steht bei fast allen Flügen dasselbe Terminal, weil Tunisair, Nouvelair, Lufthansa, Eurowings, Air France und die Golf-Airlines alle im selben Gebäude abgefertigt werden. Orientieren solltest du dich am Gate, nicht am Terminal.
Im öffentlichen Bereich gibt es Wechselstuben, Geldautomaten, ein Postamt und Autovermietungen. Hinter der Kontrolle liegen Duty-free, Cafés und Restaurants. Die Beschilderung ist auf Arabisch und Französisch, Englisch findest du seltener.
Welche Fluggesellschaften fliegen vom und zum Flughafen Tunis?
Tunisair: Wien, Genf, Montreal, Dschidda, Paris-Orly, London-Heathrow. Lufthansa: Frankfurt, München. Eurowings: Köln/Bonn, Düsseldorf, Stuttgart. Nouvelair: Berlin, Basel, Brüssel, Bologna, Bordeaux, Algier. Tunisair Express: Djerba, Malta, Neapel, Palermo, Catania, Tozeur. Transavia: Lyon, Marseille, Montpellier, Nantes, Nizza. Air France: Paris-Charles-de-Gaulle. Turkish Airlines: Istanbul. ITA Airways: Rom. Vueling: Barcelona. Air Europa: Madrid. Luxair: Luxemburg. Aegean Airlines: Athen. Emirates: Dubai. Qatar Airways: Doha. Etihad Airways: Abu Dhabi. Egyptair: Kairo. Royal Air Maroc: Casablanca. Royal Jordanian: Amman. Libyan Airlines: Tripolis, Misrata. Berniq Airways: Bengasi. Mauritania Airlines: Nouakchott. Iraqi Airways: Bagdad.
Welche Flughäfen gibt es in Tunesien?
Tunesien hat neun Zivilflughäfen, von denen fünf regelmäßig internationalen Linien- und Ferienverkehr abwickeln. Tunis-Carthage (TUN) ist der größte und der einzige echte Drehkreuz-Flughafen des Landes, 2024 mit 7.249.701 Passagieren. Djerba-Zarzis (DJE) auf der Insel Djerba folgt mit 2.203.957 Passagieren und bedient vor allem den Ferienverkehr aus Deutschland, Frankreich und Belgien. Monastir Habib Bourguiba (MIR) kam 2024 auf 1.634.374 Passagiere und ist die Basis von Nouvelair, er bedient Monastir und Sousse. Enfidha-Hammamet (NBE) liegt zwischen Hammamet und Sousse und ist der jüngste der großen Flughäfen. Monastir und Enfidha werden von der TAV Airports Holding betrieben, die übrigen von der staatlichen OACA.
Deutlich kleiner sind Sfax-Thyna (SFA) mit 157.350 Passagieren im Jahr 2024, Tozeur-Nefta (TOE) am Rand der Sahara, Tabarka-Aïn Draham (TBJ) im Norden, Gabès-Matmata (GAE) und Gafsa-Ksar (GAF). Sie leben von Inlandsflügen, einzelnen Frankreich-Verbindungen und saisonalem Wüsten- oder Ferienverkehr.
Für die Urlaubsregionen heißt das: nach Hammamet und Sousse fliegst du meist über Enfidha oder Monastir, auf die Insel Djerba direkt über Djerba-Zarzis, in die Hauptstadt und für Rundreisen über Tunis. Tunisair Express verbindet Tunis mehrmals täglich mit Djerba, Tozeur und Sfax.
Ab Frankfurt gibt Lufthansa für den Nonstopflug etwa 2 Stunden und 20 Minuten an, ab München rund 2 Stunden und 15 Minuten. Ab Düsseldorf dauert der schnellste Direktflug etwa 2 Stunden und 35 Minuten. Der Rückweg ist meist etwas länger, für Tunis nach Frankfurt rechnet Lufthansa mit 2 Stunden und 35 Minuten. Ab Wien und Genf fliegt Tunisair nonstop, ab Zürich steigst du unterwegs um.
Die Flugnummer steht auf deinem Ticket und beginnt mit dem Kürzel der Airline. TU steht für Tunisair, also etwa TU745 oder TU542, BJ für Nouvelair wie bei BJ204, UG für Tunisair Express. Dazu kommen LH für Lufthansa, EW für Eurowings, AF für Air France und TK für Turkish Airlines. Gib die Nummer in das Suchfeld über der Tabelle ein, dann siehst du Zeit, Ziel oder Herkunft, Gate und Status. Bei Codeshare-Flügen kann derselbe Flug unter zwei Nummern laufen, dann suchst du am besten nach der Nummer der durchführenden Airline.
